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Problem: Die Qualität der Argumente

aufgegriffen von
Oliver-August Lützenich
am 24.06.2014

Mensch glaubt es kaum, was in Menschen für "Argumente" entstehen, wenn Es aufgefordert wird Bekanntes, Traditionelles und Gewohntes zu verändern, und das ist ja nur die absolute Leichtigkeit und Oberfläche, was, wenn es ans wirklich "Eingemachte" geht, also um genetische, ergo körperliche Änderungen? Aus dieser Erkenntnis und Fragestellung entstand dieses kleine Beiträgchen.

Hallo da DrAussen!

Ihr Menschen, lasst Euch sagen, es ist aber mal so richtig schwierig, in einem von Euch einen Kern freier-logischer Vernunft zu errichten, oder auf zu richten, mit das Mensch dann, ohne die natürliche Trägheit, die zwängende Bedürftigkeit und drängende Triebigkeit mit Euch klare und deutliche Informationen austauschen kann, so dass bei allen Beteiligten des Info-Austauschs die reine Freude zu lachen beginnt.

Wir sind schon vor der Zeugung so verstopfte und unzugängliche LebeWesen, denke *ich, und bleiben es fast immer bis zum Ende der jeweiligen persönlichen Ewigkeit. Das mag beleidigend klingen, aber ist das nicht die Alltäglichkeit?

Heute las *ich von einem Stadtrat, die eine Strasse umbenennen wollen, eine Strasse mit einem Namen, der seit Jahrzehnten schon geändert hätte werden sollen, weil der Namensgeber ein nationalsozialistischer Hetzschreiber war. Ein Mensch, der auffordernd und begeistert davon schrieb alles Fremdblütige und "jüdische" in D und auch in Europa auszulöschen. Die Stadträte in der RaumZeit des Dritten Reich benannten diese Strasse mit Begeisterung nach diesem HetzSchreiber.
Und nun komnen also die aktuellen Stadträte auf die Idee, mehr noch, sie taten es, besser spät als nie, und benannten die Strasse um.

Jetzt hätte *ich geglaubt (!), dass die Anwohner diese Umbenennung freudig mitgehen, zumindest einfach hinnehmen, nach den Informationen von dem Namensgeber, aber weit gefehlt. Die Anwohner sammelten Unterschriften und gründeten eine Bürgerinitiative zum Erhalt des Strassennamens.

Abgefahren, oder? Den Menschen war der Hintergrund und die Taten des Namensgebers der Strasse vollkommen wurscht, Massenmörder oder Massenmord hetzender, scheiss egal, Hauptsache sie brauchen ihre Briefköpfe und Ausweise nicht zu ändern, obwohl es kostenlos ist, aber eben raumzeit-aufwendig.

Und jetzt kommt der Clou. Die Argumente des Grossteils der anwohnenden Menschen war nicht der Aufwand für die erforderlichen Änderungen in Papieren und sonstwo, oder gar ein Lob für die Taten des Namensgebers der Strasse, nein, das Hauptargument ist, das es Jahre braucht, bis die Änderungen im DaZwischen-Netz, also zum Beispiel in Kartendiensten wie Google Maps, eingearbeitet wären.

Ist das zu fassen!
Ist das zu fassen, auf welche "Argumente" Menschen kommen, nur um der Bequemlichkeit wegen.
Und das dann vollig scheiss wurscht ist, welchen Hintergrund und welche Wichtigkeit eine geforderte Änderung hat. Das vollkommen egal ist, ob die Veränderungen günstig oder nützlich oder, wie im Fall der Strassen Umbenennung, ein Akt des Respekts und des Verständnisses für die Menschen ist, die der Namensgeber verunglimpft hat und deren Tod er herbei schrieb.

Nein, selbst beste Argumente finden kein Gehör, weil dieser Kern der Vernunft fehlt, von dem *ich oben geschrieben habe. Die Logik, die Vorteile, die Nachteile, die Sachlichkeit, die Aufrichtigkeit, die wechselseitige Achtung und auch die Freiheit finden in den Menschen noch keinen Ankerplatz.

Alles wünschen und wollen und Widerstand ist vom meist gnadenlosen Selbst-bestimmt.

So ist das bis Jetzt. Fast immer.
Und jetzt glaubt doch bitte k[aum]ein-Es, davon sei *ich ausgenommen, ganz klar, finde auch *ich abseitigste "Argumente", wenn es darum geht *meine gute Meinung zu retten, vor dem Ansturm immer neuer Wellen an Änderungswünschen und sogar bester Vernunft; aber *ich weiss davon, gebe es zu und möchte es so abändern, dass *ich in Bälde diesen Kern an Freiheit für die Logik, Wahrhaftigkeit und Zufälligkeit frei geräumt und eingerichtet habe. Aber noch ...

PS: Der Bürgerentscheid, den die Abwohner erzwungen hatten, ging ganz knapp mit 48 zu 52 Prozent für die Umbenennung aus. Aber nur deshalb, weil die Bürgerbefragung weit über die Anwohner hinausging und den anderen Menschen, die nicht in der Strasse wohnten, die Angelegenheit ebenfalls scheiss egal war und deshalb wenigstens eine kleine Mehrheit auch für die Umbenennung stimmte. Schon aus MissGunst vielleicht, vielleicht aber auch aus wirklicher Überzeugung? Aber Argumente zählten wahrscheinlich auch da nicht, vermute *ich.

Aber das ist nur meine Vermutung, nicht Ihre.

Und jetzt fragen Sie m*ich doch mal, wie viel Anteil ein "freier Wille" an den Entscheidungen und Handlungen des Menschen gewöhnlich ist? Nein, fragen Sie besser nicht. Weiter so!

letzte Aktivität: 10.12.2018, 12:19

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